Feuerwehr kommt zukünftig auf Schienen

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Berlin. Das Ministerium für Brandbekämpfung (MfB) nähert sich mit einem 10-Punkte-Plan der Umstellung der Feuerwehr auf den Schienenverkehr. Geplant ist die Abschaffung von 60 Prozent der Feuerwehrautos zugunsten von Zügen, die besonders brandgefährdete Punkte täglich abfahren. Firmen- und Hausbesitzer, die einen Brand befürchten, können Schienen zu ihrem Haus legen lassen, um durch die Feuerwehr weiter geschützt zu sein.

Spezielle Regelung: Wenn die Feuerwehr kommt, müssen Autofahrer auch wieder am Bahnübergang warten.  Bild: ampnet

Spezielle Regelung: Wenn die Feuerwehr kommt, müssen Autofahrer auch wieder am Bahnübergang warten. Bild: ampnet

Es handelt sich um ein innovatives Verkehrskonzept, das pro Jahr insgesamt 17 Milliarden Euro einsparen soll. Durch gestiegene Spritpreise sieht sich die Feuerwehr seit langem unter Druck, den Haushalt auszugleichen. So wurden für besonders knifflige Einsätze Zusatzhonorare schon während des Notrufs vereinbart, um den Mehraufwand finanziell vergütet zu bekommen. Brandbekämpfungsminister Tom Feierfeit verteidigt die Umstellung auf den Schienenverkehr: „Wir können besonders brandgefährdete Gebiete täglich abfahren, um nach dem Rechten zu sehen, das ist für die Leute durchaus beruhigend“, fasst er zusammen. Nach der Umstellung ist es besorgten Anwohnern und Geschäftsführern möglich, ihre Gebäude mit auf den Fahrplan zu legen, indem sie sich kostenpflichtige Nebengleise zu ihrem Haus legen lassen. Dadurch wird die Feuerwehr entscheidend entlastet und kann zum Beispiel modischere Schutzkleidung einkaufen.

„Wir haben auch interessante Nebenverdiensmodelle besprochen“ erklärt Brandmeister Hans Herbert Helm. So wird in Potsdam in einem Modellversuch der Transport von Waren während des Einsatzes getestet. Auf diese Weise kann der Feuerwehrzug auch als lukratives Lieferfahrzeug für die Industrie verwendet werden und sich so schnell amortisieren. Immerhin: Für die Umstellung auf den Schienenverkehr sind 500 Millionen Euro bundesweit notwendig, die nicht allein durch den Verkauf alter Einsatzfahrzeuge und der Entlassung besonders erfolgloser Brandbekämpfer hereingeholt werden können.

Wenn jemand zukünftig die Feuerwehr ruft, wird der Zug an einem nahe gelegenen Bahnhof starten. Dafür müssen Linienzüge, die ohnehin oft verspätet sind, die Schienen räumen, um einen schnellen Brandbekämpfungseinsatz zu gewährleisten. Der Zug setzt sich dann in Bewegung und wird teilweise auf extra errichtete Schienengleise geleitet. Wichtig zu beachten ist, dass Autofahrer dann auch wieder am Bahnübergang warten müssen (Link zur aktuellen normalen Regelung: http://www.auto-skandal.com/zuege-muessen-bahnuebergang-warten/), da der Feuerwehrzug als einziger in Deutschland Vorfahrt hat.

Eine Umstellung auf die Feuerwehr auf Schienen erwartet Berlin und Brandenburg ab 2018. Bis 2025 sollen die weiteren Bundesländer auf Feuerwehrzüge umgestellt werden. Immobilienbesitzer können sich ab sofort beim Einwohnermeldeamt für eine Schienenanbindung vormerken lassen (wichtig: der Link zu diesem Artikel sollte in diesem Fall dringend mitgeschickt werden). (ampnet/fwm)







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